Projekte > Projektgruppe: Autarkie > Wie funktioniert ein Lebensmittel-Versorgungssystem?

Ein alternatives Lebensmittel-Versorgungssystem kann in einem ersten Schritt aus den „überschüssigen“ Lebensmitteln von Bauern gespeist werden, die diese nicht loswerden. Es handelt sich dabei z.B. um nicht-EU-konformes Gemüse (krumme Karotten, nicht der Norm entsprechende Tomaten etc.) oder um „Überproduktionen“.
Diese werden von den Bauern auf ein Autarkie-Grundstück in der Nähe gebracht und dort weiterverteilt und gehandelt. Wir sind dadurch zwar noch auf die althergebrachten Systemstrukturen angewiesen, jedoch werden sich diese Abhängigkeiten mit einem zunehmenden Ausbauzustand unserer Strukturen lösen. Und im Falle eines plötzlichen Crashs mit Ausfall der Benzinversorgung werden wir sehr einfallsreich sein und uns auch dafür Lösungen einfallen lassen.


In einem weiteren Schritt könnten wir eigene Lebensmittel anbauen. Ohne Subventionen, aber auch ohne Schikanen. Und ohne Gentechnik. Statt dessen mit naturnahen Anbaumethoden (z.B. EM, Permakultur, Komposttee, Urzeit-Code), mit denen sich auch höhere Erträge erzielen lassen als in der klassischen Landwirtschaft. Es schmeckt besser, ist gesund, dauerhaft verfügbar und umweltfreundlich. Mit dem System „Permakultur“ wachsen Lebensmittel-Landschaften wie von selbst. Es braucht allerdings wesentlich länger, sie zu ernten. Einige unserer Mitmacher/innen sehen hierin einen Genuss und würden das gerne in Kauf nehmen.
Für die anderen werden wir Produkte aus klassischer Landwirtschaft weiterhin anbieten, allerdings ohne Allestöter-Pestizide, Gentechnik, Tierfabriken und Tiertransporte.
Die klassische Landwirtschaft kann innerhalb von ein paar Jahren so weit biologisch weiterentwickelt werden, dass sie ganz anders aussehen wird als heute und viel umweltverträglicher ist. Dazu bedarf es allerdings der Entwicklung und Fertigung geeigneter Maschinen.