Projekte > Projektgruppe: Autarkie

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Stellen Sie sich vor, wir hätten Gestaltungsräume, in denen wir die Regeln machen könnten - Regeln, die funktionieren und die den Menschen dienen.
Dort gäbe es keine überbordende Bürokratie, keine Diskriminierung von Naturheilverfahren etc., keine Konkurrenz und keinen Verschuldungs"zwang".
Dort wäre es nicht wirtschaftlich, gegeneinander zu arbeiten, sondern dort würde Kooperation belohnt werden. Dort hätten zukunftsfähige Technologien eine Chance und Konzerninteressen spielten keine Rolle.

Solche Systeme wurden in den letzten Jahren von findigen Köpfen erdacht und dienen als Beispiel dafür, was möglich ist. Das Umfassendste hieß "
NeuDeutschland". Es ermöglichte es, innerhalb von Deutschland (unter Beachtung der Gesetze) vollkommen selbstorganisierte Strukturen zu schaffen - angefangen von einer stabilen regionalen Nahrungsmittelversorgung, über ein eigenes Schulsystem und eigene Banken, bis hin zu einer komplett eigenen Industrie, die innovative Techniken nicht verbietet sondern fördert, wenn sie dem Gemeinwohl und der Natur dienen. Wir wollen herausfinden, was im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten tatsächlich dauerhaft umsetzbar ist.
Dass autarke Wirtschaftsstrukturen juristisch und praktisch überhaupt möglich sind, ist erst in den letzten Jahren zunehmend in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Die bestehenden Gesetze und Verordnungen (BGB, Grundgesetz, Völkerrecht etc.) ermöglichen es. In Deutschland bestehen ziemlich einzigartige günstige Bedingungen für die Errichtung von alternativen Strukturen - und kaum einer weiß es (z.B. das Vereins- und Stiftungsrecht).

Unsere Projekte erlauben verschiedene Stufen der Teilnahme - angefangen bei einer kostenfreien Vereinsmitgliedschaft bei uns und ehrenamtliches Engagement in jeglichem gewünschten Ausmaß bis hin zu verschiedenen Mitgliedschafts-Arten mit angemessenen Beiträgen. Wir vergleichen verschiedene Möglichkeiten, wie z.B. eine sogenannte  Staatsangehörigkeit oder -bürgerschaft im "Königreich Deutschland" (einem selbsternannten basisdemokratischen Staats-Konstrukt, das nach Naturgesetzen ausgerichtet ist und in dem man eigene Betriebe oder Zweigstellen von solchen gründen kann, möglichst steuerfrei und mit wenig Verwaltungsaufwand) mit weiteren Initiativen, wie "NeuBeginn", der Lichtkern-Stiftung, Lichtland und einigen anderen, um die Strukturen auszutesten und herauszufinden, ob und wie gut sie funktionieren und welche für alle gut sind.


Wie sieht Autarkie aus?

Autarkie beginnt mit einem eigenen Nahrungsmittelkreislauf. Die Nahrungsmittel und andere Waren und Dienstleistungen können über Regionalgeldsysteme (wie zum Beispiel bis 2015 das ENGELgeld) gehandelt werden, die ohne Zins und Verschuldungszwang funktionieren.

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Bisher bekam man für ENGELgeld 'wenig' - Massagen, Beratungen, Haarschnitte... alles schöne Sachen! - aber kaum die Dinge des täglichen Bedarfs. Das würden wir gerne ändern, indem wir neue Regionalgeld- und Warenkreisläufe aufbauen wollen.


Bauern, Gärtner oder landwirtschaftliche Kooperationsprojekte könnten uns Lebensmittel für Regionalgeld verkaufen, z.B. Gemüse, das sie auf Grund von EU-Auflagen am Markt nicht losbekommen. Diese könnten von Menschen, die sowieso bestimmte Strecken fahren, weiter transportiert werden (für Regionalgeld oder Lebensmittel), zum Beispiel in weitere Warenlager, die von Menschen kostenlos, für Regionalgeld oder für Lebensmittel bereitgehalten werden, und von dort aus zu Abnehmern (Gemeinschaften, Regionalgruppen, teilnehmende Supermärkte oder Kooperativen etc.).

Die erste unabdingbare Voraussetzung für ein autarkes Wirtschaftssystem sind Grundstücke, die lastenfrei (schuldenfrei) sind und in eine Stiftung überführt werden. Der Besitzer kann sie weiterhin voll nutzen und uns zusätzlich eine Nutzung erlauben. Mehr Details finden Sie hier (Was ist ein Autarkie-Grundstück?).

Das Zweitwichtigste sind Mitmacher, also Menschen, die sich mit ihrer Zeit, ihrer Arbeitskraft oder einer Spende einbringen möchten. Wir kennen bereits interessierte Bauern. Und sobald wir Grundstücke haben, können wir den Menschen dort eine Reihe von Vorteilen bieten, so dass sich weitere Mitmacher finden werden.

Am Drittwichtigsten sind Transportgelegenheiten. Wenn Sie sowieso regelmäßig Strecken von A nach B fahren, teilen Sie uns das mit! Sie können dann, wenn Sie wünschen, Menschen oder Waren für Regionalgeld oder für Lebensmittel transportieren. Mehr Details finden Sie hier (Wie funktioniert ein Lebensmittel-Versorgungssystem?).

Falls Sie ein Bauer sind, oder Lebensmittel transportieren möchten, Warenverteillager einrichten oder sich anderweitig einbringen möchten, zum Beispiel im IT Bereich, als Telefon-Ansprechpartner oder was auch immer Sie wollen, oder einen Betrieb haben, oder selber ein Autarkieprojekt auf die Beine stellen oder sich einbringen möchten und noch gar nicht wissen wie, dann

  • melden Sie sich bei uns und Kontakt und/oder
  • werden Sie Vereinsmitglied und/oder
  • stellen Sie Ihre Angebote (Lebensmittel, Fahrtrouten oder anderes) vor.


Unsere Initiative lebt von ehrenamtlichem Engagement. Es ist für die meisten Menschen schwer, neben ihren bisherigen Aktivitäten ein paar Stunden pro Woche für ein solches Projekt aufzubringen. Wir beraten Sie jedoch gerne, wie Sie dies tun können. Oder wie Sie autarke Strukturen für sich und Ihr Leben nutzen können.
Falls Ihnen unsere Initiative, unsere Bezeichnungen oder Verfahren nicht zusagen, können Sie gerne eine eigene Initiative starten. Wir sind bereit, mit allen existierenden und neuen Initiativen zusammen zu arbeiten, die an der Errichtung alternativer Wirtschaftskreisläufe interessiert sind, für den Fall dass der Euro kollabiert, oder einfach um zu zeigen, dass es auch anders geht..

Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen.

Ihre Wiesbadener Projektgruppe "Autarkie" von Regional-Vision.